Mit dem Rennrad durch 4 Bundesländer

Fehlermeldung

Deprecated function: The each() function is deprecated. This message will be suppressed on further calls in menu_set_active_trail() (Zeile 2405 von /homepages/20/d197292484/htdocs/includes/menu.inc).

Mit dem Rennrad durch 4 Bundesländer

 

Die Radtourenfahrer Alfons Ellersiek und Rainer Gutsmann von Blau-Gelb Oberhausen sind nach ihrer 3-tägigen Radreise zum Millerntor in Hamburg wieder wohlbehalten in der Heimat gestrandet. Auf den 420 km durch die Bundesländer NRW, Niedersachsen, Bremen und Hamburg wurden sie von ihren Radsportfreunden Harald Hau, Oliver Flach, Rolf Koprowski und Ingo Golke aus Moers begleitet. Der Begleitfahrer Werner Flach übernahm neben sämtlichen organisatorischen Aufgaben den Rücktransport des Teams nebst Gepäck und Rennrädern.

    Bei leichtem Nieselregen starteten die 6 Nordmänner gut gelaunt an Fronleichnam in Moers. Schon nach ca. 15 km musste das Team erstmals aus dem Sattel. In Orsoy ging es von der Straße auf die Fähre über den Rhein. Auf der anderen Rheinseite angekommen ging es vorbei an den stillgelegten Bergwerken Walsum, Lohberg/Osterfeld und Fürst Leopold/Wulfen. Ein kurzes Teilstück führte die Radler über die B8 in Erinnerung an die letztjährige Tour nach Bayern. Entgegen sämtlicher Vorhersagen verzogen sich die Regenwolken und  bei der Mittagspause in Dülmen kam die Sonnencreme zum Einsatz.

Gut gestärkt ging es weiter Richtung Norden. Unterstützt wurde das Radteam auf ihrem weitern Weg von leichtem Südwestwind. Trotz oder vielleicht auch gerade wegen des Feiertages kam es im weiteren Verlauf zu 2 kritischen Verkehrssituationen, die zu erhöhtem Blutdruck aber keinen Personen- oder Sachschäden führten. Eine leichte Unachtsamkeit im letzten Drittel vor dem Tagesziel führte ohne Fremdeinwirkung zu einem Sturz mit leichten Schürfwunden, die die Weiterfahrt nicht behinderte. Dank Navigationsgerät gab es keine Umwege und nach 151 km kamen die Rheinländer bei herrlichem Sonnenschein in der idyllisch gelegen Unterkunft der Bergbaustadt Ibbenbüren an. Im rustikalen Schankraum wurden die Speicher aufgefüllt und  das gemütliche Beisammensein schon vor dem Zapfenstreich aufgelöst.

 

    Nach einem ausgiebigen Frühstück vom Büffet ging es bei Sonnenschein auf die 2. Etappe. Wieder meinte es der Wind gut und obwohl das Team in der Vorbereitungsphase nicht eine gemeinsame Trainingsfahrt durchführen konnte, gingen die sechs diszipliniert und teamorientiert ans Werk. Bis zur Mittagspause in einem Diepholzer Cafe verlief die Fahrt reibungslos.

Der Wetterbericht sagte für den Nachmittag nichts Gutes voraus. Nach der Pause wurde die Reisegeschwindigkeit hoch gehalten um dem Tagesziel Bremen schnell näher zu kommen. Doch so schnell wie der Wind das Tiefdruckgebiet voran trieb kamen die Radler nicht voran. Bei einsetzendem Regen wurden die Wege schlüpfriger und das Tempo musste gedrosselt werden und zu allem Überfluss verzögerte ein Plattfuß die zügige Weiterfahrt. Nach dem unfreiwilligen „Boxenstopp“ war es nicht mehr weit bis zum Ortseingang von Bremen. Doch aus dem Regenschauer entwickelte sich ein Unwetter mit Gewitter und starken Windböen, weswegen Unterschlupf unter einer Brücke gesucht wurde. Zwischenzeitlich hatte sich die Wetterlage beruhigt und es wurde aufgesessen. Doch schon nach wenigen hundert Metern kam es zu einem erneuten Plattfuß, dieses Mal traf es allerdings das Hinterrad. Die Reparatur musste im strömenden Regen bei Blitz und Donner durchgeführt werden. Völlig durchnässt ging es auf die letzten 20 km quer durch Bremen. Endlich ließ der Regen nach und Mensch und Material trockneten langsam ab. Nach 148 km war die Frühstückspension im Ortsteil Oberneuland erreicht. Nach dem Bezug der Zimmer ging es ohne Umwege unter die heiße Dusche zwecks intensiver Kleiderreinigung und Wärmung der Muskulatur.

Am Abend gab es einen Ausflug in die Altstadt. Auf dem Weg in den Ratskeller liefen die radelnden Wikinger einem befreundeten Ehepaar aus der Heimat in die Arme. Auch diese waren mit dem Rad fernab der Heimat unterwegs. Nach kurzer Begrüßung widmeten sich die Radler der Nahrungsaufnahme. Zu guter Letzt ging es noch auf einen Absacker in die Szenekneipe „Spitzer Hebel“, um das Kultgetränk „Rostiger Nagel“ und „Alte Laterne“ zu probieren.

 

 

Die letzte Etappe begann ähnlich wie die vorherige geendet hatte. Nach dem Aufpumpen der Räder musste das am Vortag reparierte Hinterrad mit einem neuen Reifen versehen werden. Für den alten ging es ab in die Tonne. Leicht verspätet ging es bei Sonne und immer noch mit Rückenwind auf die letzte Etappe ins 4. Bundesland. Nach ca. 25 km sind in Worpswede noch Ulli und Guido aus Mülheim/Ruhr zum radelnden Team gestoßen. Mit ihren Mountain-Bikes hielten sie erstaunlich gut mit und haben sich ohne Probleme in den Belgischen-Kreisel eingefügt. Gelegenheit zur Stärkung mit leichter Kost gab es in einer Bäckerei in Apensen. Die letzten Kilometer über Buxdehude bis in die Hamburger verliefen ohne Zwischenfälle. Über verkehrsberuhigte Wege ging es durch die beschaulichen Vororte von Hamburg und Hafengebiete bis wir nach 121 km am „Alten Elbtunnel“ anlandeten. Mit dem Aufzug ging es hinab in die Hamburger Unterwelt. Unter der Elbe wurde geradelt um vor dem Millerntor wieder das Tageslicht zu erblicken. Nach einem zünftigen Sektempfang wurden die Hotelzimmer bezogen und die Vorbereitungen für einen unterhaltsamen Abend getroffen.

Gut gelaunt ging es zur Stärkung in ein Steakrestaurant auf der Reeperbahn. Im Anschluss wurde der Sieg im EM-Spiel zwischen Portugal und Deutschland einschl. Autokorso bis in die Nacht gefeiert. Nach kurzem Zwischenstopp im Hotel stand um 6:00 Uhr der Besuch des Fischmarktes an.

Etwas müde aber zufrieden mit der erbrachten Leistung als auch den gewonnenen Eindrücken ging es mit dem „Besenwagen“ gen Westen.

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.