Etappenfahrt nach Irland

 

Am 12. Juli starteten mit Heinz Rösen vom RSV Blau-Gelb 1928 Oberhausen e.V. und Vera Drees-Sendtner-Voelderndorff und Dr. Axel Sendtner-Voelderndorff drei Radsportler zu einer Etappenfahrt in Oberhausen-Holten in Richtung Irland. Um die Strecke wegen der Länge sicher zu bewältigen, fuhr Klaus Rösen das Begleitfahrzeug.

Die erste Etappe führte bis Uden in den Niederlanden. Zur Einstimmung ging es zunächst zu den Störchen in der Walsumer Rheinaue. In Uden bestiegen die Radsportler das Begleitfahrzeug, um zur Fähre in Rotterdam zu gelangen, mit der sie nach Hull übersetzten. Die zweite Etappe führte über ruhige Nebenstraßen von Hull über Beverly, Market Weighton und Selby in Richtung Leeds. Von dort fuhren sie mit dem Begleitfahrzeug auf die Insel Angelsey, wo sie in Cemaes Bay übernachteten, um am Sonntag mit der Schnellfähre von Holyhead nach Dublin überzusetzen. Von Dublin ging es über Bray in Richtung Wicklow zunächst entlang der Küste, um zum Standquartier in der Nähe von Rathdrum zu gelangen. Dort wurden die Teilnehmer von Ann Griffin, der Vermieterin des Lettermore Country Homes, begrüßt.

In Irland haben die Teilnehmer der Etappenfahrt die County Wicklow mit dem Wicklow Mountains National Park mit dem Rad erkundet. Dabei wurden meist ruhige Nebenstraßen benutzt. Ziele waren Wicklow Gap, Sally Gap, Arklow und Wicklow, Tinahely, Laragh (Glendalough), Hollywood, Enniskerry, Bray und Dublin. Am zweiten Tag war unser Ziel Wicklow, wo wir unser Fahrzeug verpassten. Da es auch nach mehr als einer Stunde nach unserer Rückkehr zum Quartier nicht dort ankam, suchte unsere Vermieterin mit Heinz Rösen nach dem Fahrzeug in Wicklow und Umgebung. Während der Abwesenheit der Vermieterin übernahmen die anderen Teilnehmer die Begrüßung und die Einweisung der weiteren eintreffenden Gäste. So lernten sie eine junge Schweizerin kennen, mit der wir später am Abend, als unser Fahrzeug endlich wieder auftauchte, zum Essen fuhren. An den folgenden Tagen stellten wir fest, wie klein die Welt ist, da wir die Schweizerin nach ihrer Abreise an Wicklow Gap, wo sie uns fotografierte, und am folgenden Tag in Dublin auf der O’Connell Street erneut trafen. Auf Anraten unserer Vermieterin waren wir mit dem LUAS, der Dubliner Straßenbahn nach Dublin hineingefahren. Da die Endstation im Zentrum an St. Stephen’s Green liegt, waren einige Sehenswürdigkeiten wie das Trinity College, Dublin Castle und die O’Connell Bridge in unmittelbarer Nähe.

Am 21. Juli fuhren wir zum Dubliner Hafen, um wieder nach Holyhead mit der Fähre überzusetzen. Da wir unser Quartier morgens kurz nach 6 Uhr verliessen, gab uns unsere Vermieterin mehrere selbstgebackene Brote mit und wünschte uns eine glückliche Heimkehr. Von Holyhead fuhren wir Richtung Menai Bridge und Bangor und weiter an der Küste entlang. Obwohl Anglesey keine großen Erhebungen hat, summierten sich die kleinen Wellen in ca. 30 km auf fast 400 Höhenmeter.  Später fuhren wir dann mit unserem Fahrzeug nach Selby, wo wir in einem Hotel direkt neben der historischen Abtei übernachteten. Am Montag fuhren wir mit dem Rad weiter in Richtung Hull mit Zwischenstation in Market Weighton, wo unser Fahrer den einzigen Kontakt mit der Polizei hatte, da das Fahrzeug vor der Polizeiwache parkte. Der Polizist interessierte sich dafür, woher das Fahrzeug kam und was der Fahrer dort wollte. Zudem nutzte er die Gelegenheit, um seine Deutschkenntnisse anzuwenden. Eine Unterhaltung unseres Fahrers mit dem Polizisten auf Englisch wäre nicht möglich gewesen, da der Fahrer kein Englisch sprach. Bevor wir nach Hulll kamen besichtigten wir in Beverly das Minster. Von Hull setzten wir nach Rotterdam über. In Irland war es bereits sehr warm. In England sanken auf der Rückfahrt auf 15 Grad, während sie in Wales bei etwa 30 Grad lagen, um am Montag nachmittags wieder auf Temperaturen von mehr als 30 Grad zu steigen. Diese Temperaturen beeinträchtigten uns auf unserer Rückfahrt nach Oberhausen-Holten, wo wir gegen 15 Uhr eintrafen.    

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