Von der Ruhrquelle bis zum Rhein-Herne-Kanal

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Radsportler vom RSV Blau-Gelb Oberhausen auf Etappenfahrt

Von der Ruhrquelle bis zum Rhein-Herne-Kanal

Die Erreichbarkeit des Ruhrtalradwegs soll für Radler einfach sein. Volker Bachmann, Werner Geiß, Rainer Gutsmann und Herbert Schütten wollten sich davon selbst einen Eindruck verschaffen. Mit ihren Mountainbikes fuhren sie zum Oberhausener Hauptbahnhof und bestiegen die Regionalbahn nach Dortmund. Nach kurzem Aufenthalt ging es weiter mit dem Sauerlandexpress, der die vier Radler ohne Probleme nach Winterberg bringen sollte. Dabei passierten sie einige Ortschaften, die sie in entgegen gesetzter Fahrtrichtung in den nächsten Stunden wieder passieren sollten.

 

In Winterberg angekommen führte sie ihr erster Weg zur Quelle der Ruhr in 674 Meter über NN am Ruhrkopf. Dabei haben sich die Vier gleich verfahren. Es sollte jedoch der einzige Umweg der gesamten Strecke bleiben, da die Route durchweg gut beschildert, weitgehend autofrei, so wie auf separat geführten Rad- und Wirtschaftswegen verläuft.

Auf dem weiteren Weg ging es vorbei an Niedersfeld und Olsberg, bevor an einer Tankstelle in Nuttlar ein erster „Boxenstopp“ zwecks Flüssigkeitsaufnahme durchgeführt werden musste.

Bei Kaffee und Kuchen bzw. belegten Brötchen ist eine Pause in Freienohl angesagt. Da die Radler ihre Unterkunft vermutlich erst später als geplant erreichen würden, hat Volker Bachmann zwischenzeitlich ihr Kommen nochmals telefonisch bestätigt.

Kurz vor Arnsberg der erste Defekt. Der Gepäckträger von Werner Geiß hatte sich gelöst und musste erneut fixiert werden. Nach einigen Minuten Reparaturzeit konnte die Fahrt fortgeführt werden.

Die restlichen Kilometer bis zum Ziel nach Fröndenberg verliefen ohne weitere Komplikationen. Wie in den meisten Unterkünften wurden die vier Radfahrer in ihrer Herberge, direkt am Ruhrtalradweg gelegen, herzlich willkommen geheißen. Nach einem erholsamen Wannenbad ging es zur Stärkung an das reichhaltige Schnitzelbüffet. Abschließend wurden während des Verdauungsspaziergangs bei Nacht die Erlebnisse des Tages diskutiert und der Treffpunkt für den nächsten Morgen vereinbart. Gegen 23 Uhr war Nachtruhe.


Am zweiten Tag klingelte der Wecker um 7:00 Uhr. Nach der morgendlichen Wäsche wurden die gefüllten Packtaschen montiert und die Sportkleidung übergestreift. So trafen sich die vier Hungrigen beim Frühstücksbüffet. Als die Rechnung für Unterkunft und Verpflegung beglichen war ging es gut gelaunt zu den Rädern. Leider hatte sich über Nacht bei Rainer Gutsmanns Rad ein schleichender Plattfuß eingestellt. Die Reparatur war dank fachmännischer Unterstützung von Herbert Schütten schnell erledigt und das Quartett konnte bei heiterem Wetter und angenehmen 19 Grad starten. Zum Glück waren es nur wenige Meter bis zur Tankstelle, an der der richtige Luftdruck hergestellt werden konnte.

Inzwischen hatten sie die waldreiche Mittelgebirgslandschaft hinter sich gelassen und fuhren über flussnahe Wege entlang der Städte Iserlohn, Menden, Schwerte, Holzwickede und Hagen bis hin zur industriellen Kulturlandschaft Richtung Dortmund. In einem gemütlichen Biergarten in Wetter gab es einen kleinen Imbiss für die Sportler.

Ausgeruht und gestärkt ging ihre Fahrt weiter in Richtung Witten.

Auf dem Gelände der Zeche Nachtigall haben Volker Bachmann, Werner Geiß und Herbert Schütten eine Besichtigung des Westfälischen Industriemuseums wahrgenommen. Derweil übernahm Rainer Gutsmann die Fahrradwache.

Mehr als zwanzig Mal mussten die Ruhrseiten auf der bisherigen Wegstrecke per Brücke überquert werden. Jetzt sollte das andere Flussufer mit einer Fähre angesteuert werden und schon nach wenigen Minuten hatten die Radler wieder festen Boden unter den Reifen.

Auch auf den letzten Kilometern bis zum Ziel nach Hattingen ließ der permanent kräftige Gegenwind nicht nach. Hinzu kam eine kurzfristige Blockade des Radweges durch freilaufende Pferde.

Erschöpft aber glücklich wurde die Unterkunft in der Altstadt gegen 16:00 Uhr erreicht. Nach einem kurzen Zwischenstopp unter der Dusche mit anschließendem Kleidertausch trafen sich die Vier zu einem Stadtbummel. Dabei übernahm Rainer Gutsmann die Aufgabe des „Fremdenführers“ in der historischen Altstadt.

Abschließend ging es zum Chinesen zwecks „Betankung“ der Energiespeicher und sportlichem Erfahrungsaustausch. Gegen 23 Uhr verschwanden die Radtouristen in ihren Einzelzimmern.


Mit einer gewissen Routine wurden am nächsten Tag die Vorbereitungen zum Start der letzten Etappe vorgenommen. Nach einem leckeren Frühstück nebst Kaffe und Orangensaft radelten die Wanderfahrer bei nur noch leichtem Gegenwind durch die schon fast heimischen Regionen über Bochum, Baldeney-See und Essen-Werden bis Kettwig.

Das Thermometer zeigte mittlerweile 26 Grad an und der wolkenlose Himmel animierte die Vier zum Besuch einer Eisdiele. Die Eiskarte ließ keine Wünsche offen und die kühle Kost sollte bei nur noch knapp 20 Kilometern bis zum Ende der Radreise im heimischen Oberhausen keine Probleme mehr bereiten.

Auf ihrer Abschiedstour entlang der Ruhr Richtung Mülheimer Wasserbahnhof und MüGa-Radweg wurde die Vorfreude auf ein gesundes Wiedersehen mit ihren Familien immer größer. Kurz vor 13:00 Uhr trennten sich vorerst die Wege des Quartetts. Doch die nächste Ausfahrt kommt bestimmt.

 

Tourdaten:

Gefahrene Strecke                       240 km

Streckenprofil                                920 hm

Durchschnittsgeschwindigkeit   21,23 Km/h

Max. Geschwindigkeit                  53,93 Km/h

Fahrzeit                                          11:15 Stunden

Brückenüberquerungen             30

 

Bildtitel:

Gut gelaunt stehen Werner Geiß, Rainer Gutsmann, Volker Bachmann und Herbert Schütten an der Ruhrquelle (von links)

 

 

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